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Kostenfalle Datentarife: Kaufberatung Mobile Internetflatrates

Wer sich derzeit nach einem Mobilfunktarif für sein Handy umsieht, wird an jeder Ecke interessante Angebote sichten. Doch Vorsicht, nur selten steckt in den Angeboten wirklich, was sie versprechen.

Aktueller Trend: Flatrate-Tarife

Den meisten Deutschen ist es auch beim Thema Handy am liebsten, mit Flatrates abgesichert zu sein, um nicht draufzahlen zu müssen. Wo jedoch Flatrate draufsteht, muss zunächst einmal nach Einschränkungen gesucht werden. So ist bei vielen Flat-Tarifen beispielsweise eine SMS-Flatrate oder eine Mobilfunk-Flatrate in alle deutschen Handynetze nicht vorhanden (sondern beispielsweise nur die Flatrate ins eigene Mobilfunknetz).

Smartphones und die Internetnutzung

Seit einiger Zeit liegt das Nutzen internetfähiger Hochleistungshandys im Trend. Diese werden häufig als Smartphones bezeichnet, auch wenn dieser Name eigentlich nur mit Android-Geräten, nicht mit I-Phones, Windows Phones oder anderen Varianten verknüpft ist. Die Nutzung eines Smartphones ohne den sogenannten Datentarif, mit dem das Surfen im Internet oder das Nutzen internetbasierter Programme möglich ist, ist wie die Suppe ohne Salz. Die mobile Nutzung nimmt in Deutschland stetig zu, und etwa jeder Dritte Handynutzer nutzt ein Smartphone. Die Nutzung des mobilen Internet ist zugegebenermaßen praktisch, weil man von unterwegs Emails schreiben, wichtige Sachen googeln oder mit der besten Freundin über Anwendungen wie What’s App chatten kann. Doch gerade bei den Datentarifen ist es wichtig, genau hinzuschauen.

Drosselung der Geschwindigkeit

Einen wirklich für unbegrenzt große Volumina schnellen Datentarif zu finden, gleicht de facto der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Die absolut überwiegende Mehrheit der Anbieter von Datentarifen bietet das schnelle Surfen nur bis zu einem begrenzten Volumen. Diese Volumenbegrenzung liegt häufig bei 500 MB pro Monat, es gibt aber auch (günstige) Angebote, die nur 100 oder 200 MB bieten. Wenn die MB-Grenze erst einmal erreicht ist, ist das Internet zwar weiterhin nutzbar – aber es ist wesentlich langsamer als normal. Wichtig ist das Wissen um die Begrenzung vor allem für Nutzer, die häufig dateninsive Anwendungen wie youtube oder das Hochladen von Bildern beispielsweise bei Facebook nutzen. Wer sich selbst in dieser Beschreibung wiederfindet, sollte erst gar nicht auf die Idee kommen, zu einem günstigen Tarif mit 100 oder 200 MB zu greifen – vielleicht wären auch 500 MB zu wenig. Und wer an das schnelle Surfen gewöhnt ist, der wird sich mit dem “Schneckentempo” nach Erreichen der Grenze nur schlecht abfinden können.

Datenqualität auch abhängig von Netzauswahl

Nicht umsonst stehen E-Plus und O2 ganz vorne auf der Liste der günstigen Datentarifanbieter, denn trotz eines Netzausbaus haben die Nutzer der beiden Netzanbieter verhältnismäßig seltener guten Internetzugang als solche, die die D-Netze nutzen – welche natürlich wiederum teurer sind. Bevor man sich also für einen bestimmten Anbieter entscheidet, der den besten Tarif bietet, sollte man vorher prüfen, ob die bevorzugten Orte (Heim, Freunde, Eltern, Arbeit, …) sich nicht in einem Datenverkehr- und Mobil-Funkloch des jeweiligen Netzbetreibers befinden. Dies ist umso wichtiger, als der Abschluss eines neuen Mobilfunkvertrages nicht selten mit einer längerfristigen Vertragsbindung einhergeht. Im schlimmsten Fall muss man lange für einen Mobilfunkvertrag zahlen, ohne eine Datenverbindung fürs Internet oder eine Funkverbindung (fürs Telefonieren/SMS schreiben) erhalten zu können. Damit ist natürlich niemandem geholfen.

Vorsicht vor der Laufzeit

Ein Neuabschluss eines günstigen Smartphone-Flatrate-Tarifes ist nicht selten an eine Laufzeit von einem Jahr oder sogar zwei Jahren gekoppelt. Das ist für Mobilfunknutzer nicht ungefährlich, denn von der Tendenz her sinken die Preise, so dass schon bald deutlich günstigere Tarife zur Verfügung stehen könnten – doch da die Bindung dann noch länger besteht, müssen Nutzer möglicherweise draufzahlen, weil sie die nun teuer wirkenden monatlichen Beträge weiterhin zahlen müssen. Der Mobilfunk- und Datenverbindungsmarkt ist ziemlich unübersichtlich, und bei Unsicherheit mag es für diejenigen, die das Handy vor allem zum Surfen nutzen, sinnvoller sein, günstige Prepaid-Angebote zu nutzen und so die Kostenkontrolle zu behalten.

Online im Ausland

Daten-Roaming ist eine hohe und oft unterschätze Gefahr bei Reisen ins Ausland. Wer beispielsweise nach England reist und ganz unbedarft Emails empfangen und schreiben will, zahlt dafür – nach EU-Beschluss – im höchsten Fall 0,83 Euro pro verbrauchtem MB. Wer youtube-Videos anschaut oder Fotos hochlädt, verbraucht dabei wesentlich mehr Volumen und muss dementsprechend insgesamt mehr als 83 Cent zahlen. Noch teurer wird es bei Reisen in Nicht-EU-Staaten im europäischen Raum oder nach Nordafrika. Noch andere Regionen wie Amerika oder Asien kosten noch einmal deutlich mehr. Wer nicht aufpasst und sein Surf-Verhalten im Auslandsurlaub nicht umstellt, hat wenig zu lachen, wenn er die nächste Handy-Rechnung sieht – es sei denn, er beachtet die unten aufgeführten Tipps.

Was tun, um auch im Ausland günstig zu surfen?

Es gibt im Prinzip zwei Möglichkeiten, den Datenverbrauch im Ausland kostenmäßig zu begrenzen. Zum einen ist es möglich, den Mobilfunkanbieter vor Urlaubsantritt zu kontaktieren und sich über Auslandstarife für die Datennutzung zu informieren. In vielen Fällen gibt es Angebote, eine bestimmte Azzahl MB zu einem günstigen Preis im Ausland herunterzuladen. Wem das zu aufwändig ist, der ist gut beraten, das Daten-Roaming komplett zu deaktivieren. Er hat in diesem Fall gar keine Internetverbindung, solange er nicht über W-LAN online gehen kann. W-LAN ist an vielen Flughäfen, Einkaufszentren oder auch in gut ausgestatteten Hotels (zumindest in der Lobby) verfügbar. Wer W-LAN nutzt, dem entstehen keine zusätzlichen Kosten – er muss aber damit leben, nicht ständig online sein zu können.

Titelbild © marre – shutterstock.com

 
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