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Fotobuchsoftware im Vergleich

Persönliche Geschenke werden immer beliebter und vor allem Fotobücher werden gerne verschenkt. Wunderbar kann man hier seine Erinnerungen lebendig festhalten; mit Sicherheit werden auch dieses Jahr wieder etliche Fotobücher auf dem Gabentisch liegen. Auch die Zahl der Anbieter, bei welchen man diese Fotobücher selbst gestalten und schließlich bestellen kann, ist in den letzten Jahren deutlich mehr geworden. Wir haben acht beliebte Anbieter mit eigener Fotobuchsoftware unter die Lupe genommen und stellen die Besonderheiten in diesem Artikel kurz vor.

Beinahe allen Anbietern gemeinsam ist, dass die Fotos vom Kunden recht frei gestaltet werden können. Auch die Druckqualität kann sich meist durchaus sehen lassen; zudem sind Fotobücher heute in der Regel sehr viel günstiger als noch vor fünf Jahren. Lange warten muss man auf solch ein Buch meist auch nicht mehr – Lieferzeiten von weniger als einer Woche sind die Regel geworden.

Otto Bilderservice

Der Otto Bilderservice konnte uns durchweg überzeugen. Besonders erwähnenswert ist die von Otto verwendete p2p-Bild-Software. Mit dieser werden dem Kunden unzählige Gestaltungsmöglichkeiten geboten. Jedes einzelne Bild kann nicht nur individuell bearbeitet, sondern sogar in seiner Qualität verbessert werden. Auch die bereits vorinstallierten Hintergründe sind umfangreich und bieten für jeden Geschmack das Passende. Interessant ist auch, dass man ganze Buchseiten mit nur einem Knopfdruck verschieben kann. Möglich ist es natürlich auch, das Fotobuch um zusätzliche Seiten zu erweitern. Jede weitere Seite kostet 0,35 Euro – im Vergleich mit anderen Anbietern ist dies recht preiswert. Ein Fotobuch mit 24 Seiten im A4-Format und Hardcover Einband würde bei diesem Anbieter 18,90 Euro zuzüglich 3,49 Euro Versand kosten. Erledigt werden die Aufträge vom ORWO Labor – dieses arbeitet recht schnell, so dass ein normales Fotobuch den Kunden in der Regel innerhalb von vier Arbeitstagen erreicht.

Ihr Platz Fotoservice

Im direkten Vergleich aller acht Fotobuchanbieter ist “Ihr Platz” eindeutig der preisgünstigste. Der Qualität tun diese fairen Preise jedoch keinen Abbruch. Vor allem die jüngere Kundschaft ist von den zahlreichen Cliparts begeistert, die man hier einfügen kann. Auch bei der Gestaltung sowohl von Einband als auch von den einzelnen Seiten sind der Phantasie beinahe keine Grenzen gesetzt. Auch die Qualität der Bilder ist durchaus in Ordnung, wenngleich der Kontrast etwas schärfer sein könnte. Schade ist nur, dass man die vorgegebene Seitenanzahl nicht überschreiten kann. Wer also viel Urlaubserinnerungen in ein Buch stecken möchte, ist bei diesem Anbieter wohl nicht ganz richtig.

Snapfish

Nur ein eher mittelmäßiges Ergebnis konnte der Anbieter Snapfish erzielen. Von allen getesteten Anbietern kann man seiner Kreativität hier am wenigsten freien Lauf lassen – die Gestaltungsmöglichkeiten sind eher rar. Negativ ist zudem, dass alle Bilder zunächst auf dem Server gespeichert werden müssen. Dieses Arbeiten auf dem Server dauert zudem teilweise sehr lange; etwas Geduld ist also schon gefragt. Eine Markierung der bereits verwendeten Bilder erfolgt nicht, was das Arbeiten zusätzlich erschwert. Auch stimmen die angezeigten Druckbereiche auf dem Bildschirm nicht immer mit den tatsächlichen Ausdrucken überein. Wichtige Details am Rand werden einfach abgeschnitten. Auch die Preise bewegen sich mit durchschnittlich knapp 28 Euro inklusive Versand für ein Fotobuch eher im höheren Bereich. Unendlich viele Seiten sind bei den Fotobüchern von Snapfish nicht möglich – mehr als die bereits voreingestellten Seiten kann man nicht bestellen.

Photobox

Der Anbieter Photobox ist in Deutschland recht gefragt, wenn man Bilder entwickeln möchte. In diesem Bereich ist der Service schnell und einwandfrei. Wie aber sieht es bei Photobox mit den Fotobüchern aus? Die Bearbeitung an sich ist leicht und einfach zu verstehen. Man arbeitet direkt im Browser und damit recht zügig. Positiv ist, dass alle Fotos gespeichert werden und so eventuell für ein späteres Fotobuch noch einmal verwendet werden können. Auch die Auswahl an verschiedenen Designs ist absolut ausreichend – egal ob pastellfarben, abstrakt oder modern; das Fotobuch bei Photobox.de kann auf ganz verschiedene Art und Weise gestaltet werden. Natürlich kann man gut auch ein eigenes Foto als Hintergrund verwenden – leider wird dieses nicht mit der so hilfreichen Transparenzfunktion angeboten. Auch über die Druckqualität kann man sich wahrlich nicht beschweren. Leider ist der Preis für jede zusätzliche Seite verhältnismäßig hoch und liegt bei immerhin 0,75 Euro. Nicht so schön ist allerdings, dass der Werbeslogan von “Photobox” auf der Rückseite des Buches erscheint.

Foto.com

Auch bei Foto.com kann man natürlich sein eigenes Fotobuch gestalten, muss allerdings zu diesem Zweck Java auf seinem Rechner installiert haben. Neben acht verschiedenen Layouts kann der Kunde dann auch Hintergründe, Rahmen und Schatten der Bilder individuell bearbeiten. Die Platzierung der einzelnen Bilder auf einer Seite allerdings gestaltet sich als etwas schwierig, da nur magnetische Hilfslinien eingeblendet werden. Größter und auffälligster Nachteil bei diesem Anbieter ist die Qualität des Papiers: Einzelne Seiten werfen sogar Wellen, was die Freude bei der Betrachtung des Fotobuches deutlich mindert. Die Lieferzeit von etwa fünf Arbeitstagen ist dagegen durchaus akzeptabel. Der Preis für ein Hardcover-Fotobuch im Format A4 mit 20 Seiten liegt bei 15,99 Euro – hinzu kommen noch die Versandkosten in Höhe von 3,99 Euro sowie Gebühren von 0,99 Euro. Dieser Endpreis ist im Vergleich zu anderen Anbietern durchaus akzeptabel und wird nur noch vom Onlineshop “Ihr Platz” getoppt. Bei diesem kostet ein Softcover-Fotobuch im Format A5 nur 9,95 Euro.

T-Online Fotoservice

Der T-Online Fotoservice arbeitet mit dem CEWE-Fotolabor zusammen. Die Lieferung klappt hier sehr schnell; in der Regel erreicht das fertige Fotobuch den Kunden bereits nach drei Werktagen. Positiv sind die zahlreichen unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten bei diesem Anbieter – der Phantasie sind dank der zahlreichen Layouts und Hintergründe keine Grenzen gesetzt. Auch die Qualität der Drucke ist gut; immerhin wird auch jedes einzelne Bild noch einmal im Labor überprüft. Leider ist T-Online der einzige Anbieter, bei welchem man vor dem eigentlichen Bestellvorgang keine Vorschau des Fotobuches auf dem Bildschirm sieht.

Prisma Color

Prisma Color ist ein Anbieter, welcher die Software “Photo and Book” benutzt. Dank dieser können alle bereits erstellten Fotobücher auf der Festplatte gespeichert werden. Zur Gestaltung stehen dem Kunden nur begrenzte Auswahlmöglichkeiten an Layouts oder Hintergründen zur Verfügung. Die Qualität der Farben dagegen ist exzellent – diese werden satt und kräftig dargestellt. Zudem ist Prisma Color der einzige Hersteller, welcher kein störendes Logo auf die Fotobücher druckt. Leider kann man bei Prisma Color nur Bücher im Quader- oder quadratischen Format, nicht aber in der Größe A4 bestellen. Seiten können dafür beliebig zugefügt werden, wobei der Preis für jede neue Seite mit satten 79 Cent berechnet wird (zum Vergleich: Bei Otto oder auch Foto.com zahlt man nur 35 Cent pro hinzugefügter Seite). Die Fotobücher selbst werden im eigenen Labor hergestellt; die Versandkosten betragen nur einmalig zwei Euro pro Bestellung. Bei den meisten anderen Anbietern zahlt man meist mindestens vier Euro Versandkosten.

Bisabi

Ein Anbieter, der im Fotobuchtest schlichtweg durchfiel, war Bisabi. Zwar ist die Qualität der Produkte durchaus in Ordnung, jedoch wirbt Bisabi mit günstigeren Preisen, als tatsächlich berechnet werden. Erst nachdem man als Kunde die erforderliche Software installiert hat, werden die realen Preise angezeigt. Diese sind bis zu acht Euro teurer als in der Werbung – so bezahlt man für ein Fotobuch im Standardformat statt der versprochenen 11,95 Euro satte 19,95 Euro.

Bildquelle: Andrey_Popov – shutterstock.com

 
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